






Gelegen in der Lombardei, verbindet er Bormio im Norden mit Ponte di Legno im Süden und ist 43 km lang. Auf der Nordrampe sind zehn Kehren bis zur 2.618 m s.l.m. hoch gelegenen Passhöhe zu durchfahren, auf der Südrampe 15 Kehren. Der zu überwindende Höhenunterschied beträgt jeweils etwa 1400 m.
Der Pass präsentiert sich auf seiner Nordrampe relativ gut und zweispurig ausgebaut. Die erst Ende der 1990er-Jahre durchgängig asphaltierte Südrampe dagegen weist einige sehr enge Kehren und eine teilweise nur 1,5 bis 3 Meter breite Fahrbahn auf. Für entgegen kommenden Verkehr gibt es einige Ausweichstellen. Auf der Südseite befindet sich auch ein etwa 800 m langer Tunnel, der als Umfahrung dient für einen mittlerweile für den Verkehr gesperrten, sehr engen Abschnitt. An verkehrsreichen Tagen kann es insbesondere auf der Südrampe zu schwierigen Verkehrssituationen kommen, da hier auf einigen Abschnitten ein Passieren von zwei sich begegnenden Fahrzeugen unmöglich ist.
Die Passhöhe liegt zwischen dem Monte Gavia (3.223 m s.l.m.) und dem Corno dei Tre Signori (3.360 m s.l.m.) und bietet einen guten Ausblick auf die Gletscher der Adamellogruppe.
Der Gaviapass wird gelegentlich in anspruchsvolle Bergetappen des Giro d’Italia eingebunden und markiert dann oft den höchsten Punkt des Rennens, den Cima Coppi, an dem die meisten Bergwertungspunkte vergeben werden.